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Mittwoch, 26 April 2017 11:28

Crowdsourcing: Digitale Transformation und Zukunft der Arbeit

DFG fördert zweite Phase des Crowdsourcing-Forschungsprojekts

Als Crowdsourcing wird die Strategie des Anbietens von Arbeitspaketen auf einer Internet-Plattform und dem anschließenden Bearbeiten dieser Arbeiten durch beliebige, oft unbekannte Akteure, bezeichnet. Diese neuartige Arbeitsform birgt großes Potential für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, aber auch Risiken in deren Interessenausgleich.

Untersucht werden diese Aspekte in einem Gemeinschaftsprojekt aus Informatikern der Universität Duisburg-Essen, der Universität Würzburg sowie der Technischen Universität Darmstadt. In der ersten, abgeschlossenen Phase des Projektes lag der Fokus auf dem Entwurf von Empfehlungssystemen von geeigneten Aufgaben und qualifizierten Arbeitern, sowie Verfahren zur Qualitätssteigerung der Bearbeitungen.


Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat nun eine Fortsetzung des Projektes genehmigt. In dieser zweiten Phase liegt das Hauptaugenmerk auf der Digitalen Transformation, bei der digitale Systeme mit vernetzten Gegenständen und Sensoren verknüpft sind und neue Internettechnologien im Unternehmensumfeld untersucht werden. Insbesondere wird dabei in dem DFG-Projekt Crowdsourcing mittels mobiler Geräte zum Sammeln von Daten und Erledigen von Jobs, sowie der Crowdsourcing-Einsatz im Unternehmensumfeld betrachtet. Hierbei sollen für beide Anwendungsfeldern neue Crowdsourcing-Mechanismen entwickelt und bewertet werden. Beim mobilen Crowdsourcing geht es insbesondere auch um das Crowdsensing, einer speziellen Form des Crowdsourcings, bei der neben den aktiven Eingaben der Anwender auch automatisch sensorische Messdaten von den mobilen Geräten gesammelt und daraus flächendeckende Karten erstellt werden. Ein beispielhaftes Anwendungsszenario stellen etwa flächendeckende Messungen der beim Internetprovider zur Verfügung stehenden Netzwerkbandbreite dar. Enterprise Crowdsourcing bezeichnet die Anwendung des Crowdsourcing-Ansatzes im Unternehmensumfeld, wobei häufig ein einzelnes Unternehmen als Anbieter aller Aufgaben auftritt, die entweder öffentlich, eingeschränkt öffentlich oder nur an Beschäftigte des Unternehmens per Crowdsourcing vermittelt werden.

 

Weitere Informationen unter dfg-crowdsourcing.de

Ansprechpartner: Prof. Dr. Tobias Hoßfeld

Von: Metzger, Florian